Jobina Tinnemans
Fermi Paradox (oder fünf tolle außerirdische Lebensgeheimnisse)
für: Gunnhildur Einarsdóttir (Harfe)
Das Stück „Fermi Paradox“ nimmt uns mit auf eine Reise durch Raum und Zeit, auf der Suche nach Außerirdischen. Es zeichnet ein Porträt für Harfe sowie für Göttinnen, Sterbliche und Monster, die uns schon lange bekannt sind. Mal ernsthaft, mal parodistisch nähern wir uns fünf mythologischen Topoi: Mutter Natur, der aus der fernöstlichen Mythologie stammenden und den Weltenberg tragenden goldenen Schildkröte, dem Lebensbaum, Jezebel und nicht zuletzt Amazon(e), die dem kapitalistischen Entführer entrissen und wie ein trojanisches Pferd in einer Schachtel ausgeliefert wird. Die Komposition setzt die Harfe sowohl als konventionelles Instrument ein, als auch in Verbindung mit von Jobina Tinnemans eigens entwickelter virtueller Instrumentenschnittstelle NAIENI. Hinzu kommen mit Objekten und Bewegung erzeugte Geräusche, so dass ein Klangteppich aus Melodie, Rhythmus und live erzeugten Tönen entsteht.



